als erstes: danke maria fuer deinen kommentar - es hat gut funktioniert und du kannst mehr schreiben - es ist nicht fuer die katz'
das besetzte haus ist gar kein solches sondern einfach nur ein alternatives kulturzentrum wo man jonglierkurse usw. machen kann, konzerte stattfinden und eine bar mit tischfußball, tischtennis und billard existiert - es war aber sehr fein dort. dann sind wir was essen gegangen (nicht spanisch wie geplant, aber naja - war trotzdem gut) dann noch kurz ins satchmo aber irgendwied bin ich hier echt immer muede. außerdem war am samstag ein ausflug geplant. treffpunkt:7.45 - also heim
am samstag sind wir dann mit ca. 70 studenten zu einem weinbauern gefahren - freies hammer-fruehstueck, dann gemeinsame traubenernte (ganz schoen steil die weinberge hier und nicht gerade das ideale fuer meinen fuß - aber ich hab doch ungefaehr 3 kisten voll abgegeben, dann mittagessen (polenta und gulasch - kein anderer europaer außer deutsche und oesterreicher kennt polenta und es ist gar nicht so einfach zu erklaeren, wenn einem nicht einfaellt was mais und gries auf englisch heisst)
dann noch eine kleine weinprobe und gratismost (sarp und irem machten einen trinkwettkampf den er gewann und sie zum kotzen brachte, was ihr so peinlich war, dass es sie zum heulen brachte - aber nach einem zweiten besuch auf der toilette war alles wieder ok) - und wieder retour in die stadt.
wir sind dann noch mit ein paar neuen leuten ins tildos gegangen und es war dort so nett und wir hatten so viel zu reden, dass ich den finnen und den spaniern absagte und weder zu ihrem abendessen noch zu dem konzert in pekarna (kulturzentrum) ging. allerdings blieb ich auch nicht allzulange im tildos - ich sag's ja: es muss an der luft hier liegen. ich bin einfach nur muede.
am sonntag war ein fauler tag - hab aber viel gelesen. das internet cafe hatte natuerlich nicht offen - fiel mir aber zu spaet ein.
heute hatte ich meine ersten stunden auf der uni. mittelhochdeutsche literatur und der professor fing mal gleich auf slowenisch an zu unterrichten, bis ihn jemand darauf aufmerksam machte, dass ich hier bin und absolut nichts verstehe. er hat dann versucht die stunde auf deutsch zu halten, was ihm aber einige schwierigkeiten bereitete. ich hatte ein ziemlich schlechtes gewissen, das ich mit großer aufmerksamkeit auszugleichen versuchte. er ist aber sehr nett und ich glaube, wenn er weiß, dass ich da bin und er die stunde gleich auf deutsch vorbereitet funktioniert es ganz ohne probleme.
dann hab ich mich noch mit meiner mentorin getroffen um das mit der aufenthaltsgenehmigung zu klaeren - ich brauch allerdings noch ein paar kopien und muss also am mittwoch noch mal hin. aber es scheint zu funktionieren.
morgen hab ich den ganzen tag uni und am mittwoch vormittag auch wieder (start immer um 8.00)
mit meiner vermieterin treffe ich mich auch am mittwoch um das mit dem internet zu regeln.
ach ja hab ich ja an dieser stelle noch gar nicht erzaehlt:
am freitag abend war ein nettes briefchen an meiner tuer als ich heimkam. das einzige was ich verstanden habe war "bitte", "22-6" und "2-3" - konnte mir also denken, dass es eine beschwerde ist. našo uebersetzte mir den zettel auf dem weg zum weinberg. ich solle nicht so laut gehen und mit der couch weniger laerm machen außerdem habe sie mich nicht darum gebeten sie um 2 in der frueh zu wecken und ich solle, wenn ich nicht leiser gehen kann einen teppich unterlegen. sie wolle mich nur an die hausordnung erinnern (siehe ruhezeiten oben) und wenn sich nichts aendere werde sie einen rechtsanwalt oder so was aehnliches einschalten. die musik sei außerdem auch zu laut.
wummsdi - dachte ich
ich gehe seitdem auf zehenspitzen und getraue mich kaum mehr mich im schlaf zu bewegen - der computer ist seitdem ueberhaupt aus.
heute habe ich aber gregor getroffen (er wohnte vor mir eineinhalb monate in der wohnung) und er sagte, dass es bei ihm das gleiche war nur schon am 2. tag und nicht erst am 5., dass ich es der vermieterin erzaehlen soll und mir nicht zuviel gedanken machen soll.
also wieder alles im halbwegs gruenen bereich.
das wetter ist immer noch super - in der sonne ist es zwar fast zu heiß - aber ich tanke sonne fuer den winter - sobald man naemlich in den schatten kommt wird es gleich mal ziemlich kalt.
wenn man durch die stadt spaziert, trifft man fuer gewoehnlich alle 10 minuten 3 erasmusstudenten (im durchschnitt jetzt - also jede stunde 18 - erasmusstudenten sind anscheinend rudeltiere nur ich bin ein einsamer wolf)
sonst gibt's eigentlich nichts mehr zu erzaehlen - auf jeden fall faellt mir momentan nichts ein
lg agnes


saxo - 9. Okt, 16:31